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Einheitliches ÖbVI-Berufsrecht (MBO)

In allen Bundesländern bis auf Bayern ist die Berufsausübung der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (ÖbVI) flächendeckend in Landesgesetzen geregelt. Es handelt sich dabei um Berufsordnungen oder – im besten Fall – um ein ÖbVI-Gesetz. Allerdings sind die Regelungen sehr unterschiedlich. Freier Beruf, beliehener Unternehmer* oder öffentliches Amt sind Facetten unterschiedlicher Verständnisse der Berufsauübung. Es gibt Zulassungsbezirke, landesweite Zulassungen und Mischformen. Es gibt Altersbegrenzungen und auch nicht. Kooperationen sind erlaubt, gemeinsame Berufsauübung wird von Finanzämtern und arbeitsrechtlich als Sozietät (GbR) behandelt, vom Gesetzgeber aber nicht. Überregionale Kooperationen (Sozietäten) sind mal zulässig und mal nicht. ÖbVI setzen Verwaltungsakte oder auch nicht. Dies sind nur Ausüge der Heterogenität des Berufsrechtes der ÖbVI in Deutschland.

Mit den nachfolgenden Gedanken positioniert sich der Bund der Öffentlich bestellten Vermessungsingenieure (BDVI) für eine einheitliche Berufsrechtsregelung in Deutschland. Auf Basis eines gemeinsamen Eckwertepapiers der Arbeitsgemeinschaft der Vermessungsverwaltungen (AdV) und des BDVI soll das Vermessungswesen weiterentwickelt werden. Dazu gehört auch das ÖbVI-Berufsrecht. Im Eckwertepapier von 2005
steht dazu: »Im normativen Bereich wollen sich AdV und BDVI für die konsequente Vereinheitlichung der Kernaufgaben des amtlichen Vermessungswesens in Deutschland einsetzen.« Und: »Schließlich ist das Berufsrecht im Sinne eines modernen und
leistungsfähigen Berufsstandes weiterzuentwickeln, der die Integration zwischen amtlichen Hoheitsaufgaben und privatrechtlicher Ingenieurtätigkeit fördert.«

Den vollständigen Artikel lesen Sie bitte hier (ab Seite 4).

ÖbVI Michael Zurhorst – BDVI-Präsident

ÖbVI Michael Zurhorst – BDVI-Präsident